Heute schon gefreut?

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Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit.
Karl Barth

Es schneit. Das 1. Mal in diesem Jahr fallen dicke Flocken vom Himmel. Es stürmt und ich habe eine kleine Weile Zeit meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Momentan ist das Leben wunderbar zu mir. Ich merke, dass diese Seite auf der ich schreibe ein wenig mein Leben  verschönert hat. Ich denke gerne über das Leben, das Glück und die Freude nach. Und durch das Schreiben über diese schönen Themen haben sich viele Dinge verändert. Meine Sicht auf die Welt und das Gefühl in mir.

Ich mag es bewusst zu schauen, was der Tag an Schönheit für mich bereit gehalten hat. Und weil ich es dennoch oft vergesse beginne ich ab heute mit einer  Glückswoche. Der Selbstversuch besteht daraus, die kommenden Tage so wunderschön wie möglich zu gestalten. Hmm, ich bin gespannt, was alles passiert :-). Ich werde Euch in einer Woche davon berichten.

Heute beginne ich mit einer guten Tasse Kaffee und werde wieder ein Kind. Ich schaue mir heute einen Film mit meinem Sohn an, den ich als kleines Mädchen geliebt habe. Madita und Pim von Astrid Lindgren. Musikalisch begleitet mich heute Yann Tiersen, der meine kleine Welt ein Stück weit verzaubert.

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Restwoche voller glücklicher Momente, die Euch lächeln lassen.

Eure Maja aus der verschneiten Hauptstadt

 

 

Annehmen

_DSC1001(1)Fotokunst von meinem Ehemann, spendiert für diesen Beitrag.

 

Annehmen – Das Leben und das Schicksal

Mittlerweile haben wir Dezember. Dieses Jahr hat mir so einiges abverlangt. Es reihten sich viele Schicksalsschläge aneinander. Schwere Krankheiten in meiner Familie, eine Schulfreundin und Ihre Kinder stürzten mit einem Kleinflugzeug ab und fast alle starben. Ein weiterer Autounfall im Verwandtenkreis forderte zuletzt ein Menschenleben. Diese Schicksalsschläge hätten locker für ein Leben gereicht und doch passierte alles in diesem Jahr 2013. Letzte Woche erreichte mich für dieses Jahr hoffentlich die letzte Schreckensmeldung und ich muss gestehen, dass ich anscheinend jetzt erst so richtig erwacht bin in meinem Leben. Dieses Jahr berührte mich so sehr, ging tief in mein Herz, schmerzte und doch kann ich heute Abend lächeln…

Mein Sinneswandel fing  mit dem Unfall meiner Schulfreundin an. Ich erzähle Euch ein klein wenig von ihr. Sie war eine nette Person, sehr hübsch, klug. Ich mochte Sie weder besonders gern, noch hasste ich Sie. Wir bildeten eine Fahrgemeinschaft während meiner Ausbildung. So nahmen wir einfach ein Stück am Leben des Anderen teil. Während ich die Welt bereiste wurde Sie in unserem kleinen Heimatstädtchen glücklich. Sie heiratete in eine wohlhabende Familie ein und bekam 3 Kinder. Das Leben hätte für Sie nicht schöner sein können. Ein Ferienhaus an der Nordsee rundete das Glück ab. Bis zu dem einen Tag, an dem das Schicksal zuschlug. Aufgrund einer Fußverletzung flog Sie von der Nordsee mit Ihren drei Kindern in einer kleinen Propellermaschine nach Hause, statt mit dem Auto zurück zu fahren. Das Flugzeug stürzte ab. Sie und Ihr Sohn starben. Die zwei anderen Kinder überlebten. Ein Kind davon schwerverletzt. Das ist die wahre Geschickte meiner Schulfreundin.

Wieso ich davon schreibe? Ganz einfach. Mir ist schon lange bewusst, dass sehr viele Menschen, wie auch ich das Leben nicht immer wirklich und wahrhaftig zu schätzen wissen.  Dabei sollten wir in jeder Sekunde dankbar sein.  Über das warme Wasser, welches uns morgens beim Duschen über die Haut fließt, den warmen Kaffee, den ich zumindest oft herbeisehne, die frische Luft, die uns auf dem Weg zur Arbeit in diese Nase weht, über die leckeren Gerüche in der Bäckerei, die Menschen, die uns am Herzen liegen und so vieles mehr.

Es passierte etwas Sonderbares mit mir. Ich bin ein Stück weit von allen weltlichen Ärgernissen geheilt. Ich habe endlich und wahrhaftig verstanden, worum es in diesem Leben für mich geht. Ich sollte leben und zwar so glücklich wie möglich. Nicht morgen, nächsten Urlaub, ab der nächsten Lohnerhöhung, oder beim nächsten Großeinkauf. Nein, jetzt. Gerade in diesem Moment. Na klar denken sich jetzt sicher viele. Weiß doch Jeder! Nur macht es auch Jeder???

Sollte nicht jeder Mensch, der weder an Hunger leiden muss, noch an einer schweren Krankheit leidet überglücklich sein?

Ich verrate Euch etwas. Ich bin überglücklich. Über den Sturm heute, der mir durch die Haare wehte, meinen Sohn, der es heute Nacht kaum erwarten kann zu schauen, ob der Nikolaus schon da gewesen ist, meinen Ehemann, der in diesem Moment an seinen wunderschönen Fotos arbeitet, über den Wein, der gerade jetzt wohlig warm durch meinen Körper fließt, die Kerzen, die eine schöne Stimmung erzeugen und mein Herz, welches ganz ruhig im Takt schlägt.

Ich wünsche Euch einen Gute Nacht!

 

 

Stille

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Wenn man die Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.
Francois de La Rochefoucauld

Dieses Bild stammt aus meinem Urlaub im Nationalpark Plitvitzer Seen. Es ist ein traumhafter Ort. Absolute Stille umgab uns bei unserem Besuch. Die Hochsaison war längst vorbei. Der Herbst verzauberte die Wälder. Es gab nur eine Aufgabe an diesen Tagen. Gehen, staunen und betrachten, was uns die Natur hier geschenkt hat. Überall gab es Wasserfälle. Wie liefen den ganzen Tag. Machten Pausen und fanden einfach unsere Ruhe, schalteten ab. Der Alltag war vergessen. Das Wasser kristallklar, rein mit unzähligen Fischen. Ich denke gerne an diesen Ort zurück, komme sicherlich wieder. Es war Balsam für die Seele und einfach erholsam.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Augenblick

Neu Plitvice

 – Niemals war mehr Anfang als jetzt –
Walt Whitman

Heute wollen die Worte nicht so wirklich aus mir raus. Sie stecken irgendwie fest, obwohl mich so viel berührt.
Dieses Bild und diesen Augenblick teile ich aber gerne mit Euch. Ein gespenstisch stiller Ort, die Farben so rein und klar.
Ich hätte ewig dort verweilen können.

Einen wunderschönen Mittwoch mit einem Augenblick voll Glück wünscht Euch Maja

Nimm Dir Zeit


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Nimm dir Zeit zum Arbeiten – es ist der Preis des Erfolges.
Nimm dir Zeit zum Denken – es ist die Quelle der Kraft.
Nimm dir Zeit zum Spielen – es ist das Geheimnis ewiger Jugend.
Nimm dir Zeit zum Lesen – es ist der Brunnen der Weisheit.
Nimm dir Zeit zum Träumen – es bringt dich den Sternen näher.
Nimm dir Zeit, zu lieben und geliebt zu werden – es ist der wahre Reichtum.
Nimm dir Zeit, dich umzuschauen – der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.
Nimm dir Zeit zum Lachen – es ist die Musik der Seele.

Nimm dir Zeit, freundlich zu sein – es ist der Weg zum Glück.

(nach einem alten irischen Gebet)

Dieses kleine Gebet habe ich beim durchblättern in einer Zeitschrift gefunden. Ich fand es sehr weise und inspirierend.
Einen schönen Abend wünsche ich Euch!

 

Mediendiät – das Resultat

Foto 2(13)Geschafft!
Eine Woche habe ich komplett auf die neuesten Nachrichten dieser Welt verzichtet. Fernsehen schaue ich eh fast nie und die unzähligen Nachrichtenportale im Internet habe ich für eine Woche gemieden. Sprich auf meine tägliche Leseleiste von der Süddeutschen – Stern, bis zu den Stars und Sternchen-Seiten, die mich öfter mal belustigt haben, habe ich bewusst verzichtet.

Der Grund?
Für alle Leser, die meinen vorherigen Beitrag nicht gelesen haben, es hat mich gestresst und überfordert. Weil es schon normal geworden ist jeden Tag so einige Zeit auf diesen Seiten zu vertrödeln. Vielleicht auch eine kleine Nachrichten-Sucht? Diese Flut an Meldungen, an Geschehnissen, ob positiv, oder negativ ist täglich unglaublich groß. Das Leid der ganzen Welt in Bruchteilen von Sekunden abrufbar. Für Jemand, der auf viele Ereignisse doch sehr sensibel reagiert, ist das manchmal zu viel.

War es schwierig?
Nach dem 1. Tag nicht mehr. Die Gewohnheit zu überwinden ist sehr mühsam gewesen.

Hat es mir etwas gebracht?
JA! Ich fühle mich viel ruhiger. Nach nur 1 Woche habe ich festgestellt, dass ich NICHTS verpasst habe und plötzlich so viel mehr Zeit hatte. Sehr interessante Nachrichten verbreiten sich tatsächlich auch so. Von Mensch zu Mensch. Die Aufmerksamkeit hat sich verändert.  Wenn nicht jeden Tag ein Schwall an Nachrichten auf mich einprasst, dann nehme ich Neues viel bewusster auf. Ich höre nicht nur mit dem halben Ohr hin, oder überfliege die Seiten. Nein, ich lese bewusst und es bleibt auch mehr hängen. Was mich eigentlich zu diesem Versuch verleitet hat ist, dass ich es zunehmend erschreckend finde, wenn ich über Horrorgeschehnisse, Kindesmisshandlungen, Kriege und Hungersnöte jeden Tag lese und dann die Nachrichten überfliege, so als ob es sich um die neuesten Angebote im Supermarkt handelt. Ich möchte einfach alles was ich mache, bewusst erleben. Alles was ich sehe, bewusst aufnehmen. Bewusst essen, bewusst lesen, bewusst den Tag wahrnehmen. Ich möchte weg von der Schnelllebigkeit und hin zu mehr Achtsamkeit.

Der Grund? Weil es mich ruhiger und ausgeglichener macht.

Einfach glücklicher! Ich bleibe dabei – Weniger ist auch hier für mich mehr!

Verzicht

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Es ist Sonntag. Für gewöhnlich verläuft dieser Tag so. Zu früh aufstehen, Dank an meinen kleinen Sohn :-). Dann Kaffee trinken und Nachrichten lesen. Viele Nachrichten. Zu viele Nachrichten. Gerne auf der Süddeutschen, Spiegel-Online, Stern, ich gebe es auch gerne zu, dass ich zur Belustigung auch dann und wann auf Bild.de stöbere, zwischendurch noch nützliche und unnützliche Seiten. Schon ist es so spät und ich weiß nicht, wo die Zeit geblieben ist. Klüger bin ich dadurch nicht geworden. Gestresst hat mich diese ganze Nachrichten-Flut. Manchmal macht mich das auch nervös. Schließlich muß das Gehirn all die Schlagzeilen auch verarbeiten. Oft sind es sehr schockierende und traurige Meldungen. Selten wirklich wertvolle Meldungen.

Ich beschäftige mich gerne mit Minimalismus, weil es mir gut tut. Diesen Aspekt des reduzierens habe ich leider außer Acht gelassen, bis jetzt. Ich bemerke immer häufiger, dass ich im Alltag oft unruhig bin, mich gestresst fühle und sehne mich nach Ruhe, wie im Urlaub. Aber was ist denn das Besondere an Urlaub? Bei mir ist es meistens der Verzicht. Auf Fernsehen, Internet, Nachrichten generell und den Konsum um mich herum. Ich erinnere mich an meine Oma, die mir gerne von früher erzählt hat. Oft hat sie die neuesten Nachrichten erst viel später erfahren. Meistens war das aber vollkommen egal. Die Post brachte die Briefe innerhalb von Wochen, Internet gab es nicht, Telefon auch erst viel später, Radio ging manchmal, manchmal auch nicht. So war der Lauf ihres Lebens. Uns sie ist ein sehr zufriedener Mensch gewesen. Das Leben verlief geordneter und strukturierter. Uns ist es möglich innerhalb weniger Sekunden die neuesten Meldungen vom anderen Ende der Welt zu erfahren. Aber ist das auch sinnvoll und gut für uns? Ich glaube ehrlich gesagt nicht. Weil mich diese Informationsflut zunehmend belastet möchte ich ab genau HEUTE einen Versuch starten. Reduzierung der Nachrichten. Würde es sehr viele Nachteile bringen, wenn ich 1x die Woche lese, was passiert ist? Würde es mir fehlen? Bin ich womöglich süchtig nach neuen Nachtichten? Wie verändert sich mein Leben dadurch?

Heute startet mein Versuch. Verzicht auf alle Nachrichtenportale.  Ausgenommen sind Seiten, die Balsam für die Seele sind.
In einer Woche berichte ich, wie sich mein Leben verändert hat, oder ob ich es nicht ausgehalten habe.
Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch. Meiner startet jetzt gleich mit einer Fahrrad-Tour durch den Osten Berlins.

Eure Maja

Constantia – finde deine innere Ruhe

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Dieses Bild aus meinem Urlaub möchte ich mit Euch teilen. Nicht weil die Bildqualität besonders überzeugt. Nein, weil dieses Bild mich daran erinnert, wie gelassen und ruhig ich bei dem Anblick des Meeres gewesen bin. Im Alltag schaffen wir es oft nicht zur Ruhe zu finden. Umso schöner ist es, wenn man seine ganz eigene Methode entwickelt wieder zur Ruhe zu finden. Ich stelle mir die schönste Theater-Kulisse vor, die mein Leben für mich bereit gehalten hat. Ich kann selbst Bühnenbauer meines Theaters sein und entscheiden, woran ich denken möchte. Auf diese Weise versuche ich mich nicht vom Alltag auffressen zu lassen. Es hilft. Fast so, als ob der Wind wirklich durch mein Haar weht. Das Rauschen des Meeres in meinem Ohr eine leise Melodie anstimmt. Ich höre die Möwen in der Weite und das tuckern eines Fischerbootes :-). Das ist mein Weg mit Streß im Alltag umzugehen. Runterschalten, alles ausblenden, mich Fragen, ob die Aufregung wirklich angebracht ist und dann meinen Weg einschlagen. Durch Vorstellungskraft zur inneren Ruhe zu finden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine ruhige und schöne Nacht.
(Dieser kurze Blogeintrag wurde begleitet von Pearl Jam – Even Flow).

Haludovo, oder wo Tito die Puppen tanzen ließ…

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Sagenumwoben, geheimnisvoll, verlassen und zerfallen
HALUDOVO in Malinska

Einst erbaut von Bob Guccione, Gründer des Penthouse-Magazins für 45 Millionen US-$ im Jahre 1972. Dieser damalige Prachtbau war ein Lichtblick Jugoslawiens in die westliche Gesellschaft. Wilde Partys mit Hollywood-Größen, „Penthouse-Bunnys“ und ja, Saddam Hussein schaffte es leider damals auch in den Hotelpool. Natürlich gefüllt mit Champagner. Welch seltsame Mischung an Gästen.

In frühen Urlauben mit meinen Eltern sahen wir uns Haludovo als neugierige Touristen an. Alles glänzte, hochmodern, ein
***** Sterne-Luxus-Hotel für die feine Gesellschaft, inklusive eigenem Hafen, Casino und Bowlingbahn. Das änderte sich Ende der 90er Jahre. Ob der Verkauf des Haludovo´s, oder auch der Krieg die Touristenzahl zurück gehen ließ kann ich nicht sagen. Fakt ist, dass das Hotel seine Pforten schloss. Seit vielen Jahren zerfällt dieses Hotel. Angeblich hat ein armenischer Geschäftsmann den Hotelkomplex gekauft und dann die Pläne für das Haludovo wieder fallen gelassen. Aber um eine detaillierte Auskunft geht es mir auch nicht. Es geht mir um das Gefühl im Haludovo. Vielleicht lässt sich anhand der Bilder erahnen, was für ein Schock mich bei dem Anblick erfasst hat.

Mondäne Frauen mit wundervollen Kleidern, der Prunk des Hoteleingangs, die überdurchschnittlich höflichen Mitarbeiter an der Rezeption, das Klimpern der Zimmerschlüssel, der Chlorgeruch aus dem Pool, die Düfte von warmen Speisen, die Sonne, die durch die Fenster strahlt, das erhabene Gefühl von Geld, die Jetons auf dem Roulette-Tisch, das Rollen der Bowlingkugeln. Und dann macht es CUT.

Ich löse mich aus den Gedanken, sehe Bäume die aus dem Pool wachsen. Ein Meer aus Glasscherben, sehe Treppen, die im Nichts enden, sehe die Verwüstung der Lobby, bewundere die Reste der wunderschönen Bodenfliesen, bin versucht zur gut erhaltenen Rezeption zu gehen und zu schauen, ob sich nicht doch ein Geist des Hotels dahinter versteckt.  Mein Herz rast. Ein wenig überkommt mich die Angst. Unheimlich ist es, mystisch und die Wände scheinen zu sprechen.

Natürlich war der Zugang zu dem Hotel nicht gestattet, doch meine Neugier suchte sich einen Weg. Ich muss gestehen, dass mich eine gewisse Trauer umgibt. Ich hätte zu gerne einen Drink an der Bar genommen, hätte mein schönstes Kleid angezogen und wäre gerne ein Teil der Vergangenheit des Haludovo.

Leise wie ich gekommen bin, bin ich auch gegangen. Ein Tapp-Tapp über den Boden, ein Knirschen über die Scherben, meine Hand berührt die aus den Beton wachsenden Sträucher. Die Natur erobert alles zurück. Ich bücke mich und sehe in einer kleinen Ritze die Mitarbeiterliste für den 12.04.1998, direkt neben der Abendkarte. Es gab Rotbarbe vom Rost auf „Dalmatinische Art“. Und doch schaue ich mich um, denke nach. War da Jemand? Die dunklen Gänge führen in die unzähligen Zimmer. Aus allen Richtungen scheinen mich Augen zu beobachten. Ich behalte den Eindruck, dass ich diesen Ort zwar verlasse, aber die Gefühle und Geschichten über dem Gebäude schweben, wie eine Decke, die alles unter sich begräbt.

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The End

PS.: Für Alle, die neugierig geworden sind…noch mehr Aufnahmen und Info´s gibt es zum Beispiel hier:
http://balkanist.net/haludovo-palace-peace-and-porn-hotel/
http://yugoslavian.blogspot.de/2009/05/penthouse-adriatic-club-casino-in.html

Autumnus

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„Im Herbst steht in den Gärten die Stille für die wir keine Zeit haben.“
Victor Auburtin

Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit. Ich werde langsamer, bin achtsam und sehr oft zufrieden. Es legt sich ein wohliger Mantel über mein Gemüt und meine Augen schlingen die bunten Farben auf. Wenn ich mit den Füßen über den Blätterboden laufe und die  knisternden Geräusche wahrnehme, bin ich seelig wie ein kleines Kind. Der Geruch von feuchten Laub, der Anblick glänzender Kastanien, die Suche nach Eichhörnchen, die durch das Gebüsch huschen verschmelzen zur Vollkommenheit. Das Rastlose des Sommers, wo jede Sonnenstunde sinnvoll ausgekostet werden möchte verschwimmt. Ich bin ganz bei mir und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Diese gemütliche Jahreszeit mit Kerzen, Gebäck und warmen Tee ist eine Zeit der Rückbesinnung für mich. Auf das Wesentliche. Auf mein Herz zu lauschen und auch auf meine Wünsche.

Einen schönen Herbst wünscht Euch Maja.